Fragen? Melden Sie sich!      -   +49 (0)9372 120 8880

Blumige, schwelgerische Prosa macht die Lektüre eines Gerätetests vielleicht kurzweilig, ist aber nicht zielführend. Solange jeder Leser unter Formulierungen wie „gnadenlos ehrlich, luftig, sanft, plastisch, authentisch, feinauflösend, durchhörbar oder unangestrengt“, um nur einige Attribute aus dem sprachlichen Repertoire des Audiojournalismus zu nennen, sich etwas anderes vorstellen kann, sind sie für die Beurteilung von Audiokomponenten ungeeignet. Die Loyalität der Audiopresse gehört, wie es scheint, mehr den Anzeigenkunden als ihren Lesern.

Audible Excellence - Audio Galerie Hoffmann ist sich der Zwänge, denen die Fachpresse unterliegt, bewusst. Aus diesem Grund und im Hinblick auf die Schwächen der rein subjektiven Bewertungsmethodik haben wir uns einen eher objektivistischen Bewertungsansatz zu Eigen gemacht. Diesem Ansatz zufolge ist nur das, was messbar ist, auch beherrschbar (kontrollierbar). Vier Parameter und ihre Untergliederungen reichen nach Ethan Winer (siehe Literaturverzeichnis) im Wesentlichen aus, um die Qualität einer Audiokomponente zu beurteilen: Rauschabstand (“noise”), Amplitudenfrequenzgang (“frequency response”), Klirr (“distortion”) und Zeitfehler (“time based errors”). Es zeigt sich, dass Audiokomponenten, deren Messwerte annähernd gleich sind, auch ähnlich gut oder schlecht klingen. Geräte, deren Rauschabstand und Klirr unhörbar sind, sich durch einen hinreichend flachen Frequenzverlauf auszeichnen und deren Zeitfehler nicht wahrnehmbar sind, können in klanglicher Hinsicht als transparent bezeichnet werden. Auch wenn der objektivistische Ansatz keineswegs von allen Fachleuten geteilt wird, bei einigen sogar auf heftige Ablehnung stößt, lässt sich doch feststellen, dass durch Messwerte fundierte Beurteilungen belastbarer sind als glühende Prosa.

Audible Excellence - Audio Galerie Hoffmann lässt sich von den Bestenlisten und den Kaufempfehlungen der Audiopresse nicht konditionieren. Unsere Empfehlungen basieren allein auf Expertise, Erfahrung, ins Detail gehender Recherchen und, im Regelfall, ausgiebiger Hörtests. Nur solche Komponenten, von deren Integrität wir überzeugt sind, finden Berücksichtigung. Dabei haben wir immer das „Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag“ im Hinterkopf, - auch wenn naturgemäß keine Einigkeit darüber bestehen kann, an welcher Stelle das Preis-/Leistungsverhältnis so stark abflacht, dass hörbarer Zugewinn kaum noch feststellbar ist.

Ein riemengetriebener CD-Player zu 40.000 EUR oder ein Lautsprecherpaar zum Preis eines Einfamilienhauses fallen bei Audible Excellence durch.

Lautsprecherkabel in Armdicke zum Preis eines Kleinwagens, Klangschalen aus Gold oder Platin und Klangschatullen für die CD-Entmagnetisierung, um nur einige Beispiele aus dem reichhaltigen Angebot esoterischer Audio-Accessoires zu nennen, wird man bei Audible Excellence vergeblich suchen. Produkte dieses Genre gehören in das Reich von „Voodoo-Audio“ und haben im seriösen Hifi-Fachhandel nichts verloren. Auch wenn der Glaube Berge versetzt, eine objektive Klangverbesserung ist mit derlei Scharlatanerie nicht zu erreichen.

Das Testlabor kann ausgiebiges Probehören nicht ersetzen. Der klangliche Fingerabdruck einer Audiokomponente, ihre subtilen klanglichen Eigenschaften offenbaren sich oft erst nach langem Einhören. Seriöse Audiomagazine nehmen sich für die Besprechung von Audiokomponenten deshalb Wochen, manchmal Monate Zeit. Es ist wie bei der Weinverkostung: je erlesener der Wein, desto höher die erforderliche Kennerschaft. Der Qualitätsunterschied zwischen einem Tafelwein vom Discounter und einem Henkenberger Spätburgunder zu 26 Euro die Flasche erschließt sich bei der Verkostung auch dem Laien sofort.

Audible Excellence © 2020